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Bücher von Olga und Wladimir Kaminer

Meine russischen Nachbarn

Männer sind bekanntlich vom Mars, Frauen von der Venus. Aber woher kommen Russen? Sie kommen aus Berlin. Sie spielen morgens Trompete und freuen sich, wenn ihre Nachbarn mit dem Besen an die Decke klopfen, um sie anzufeuern. Sie lieben Besuch, aber sollten ihnen einmal die freiwilligen Gäste ausgehen, kapern sie notfalls auch ein paar Zeugen Jehovas, um sie in ihrer Wohnung festzuhalten, bis alle Fragen zu Gott und der Welt geklärt sind. Wladimir Kaminer ist überzeugt, dass seine beiden Nachbarn Andrej und Sergej auf diese Weise der deutschen Gesellschaft ein ganzes Trio dauerhaft entzogen haben. Möglicherweise helfen sie Andrej auch beim Erlernen der deutschen Sprache. Denn sein Wortschatz ist auf einen rätselhaften Satz begrenzt: „Tschüss, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Popkonzert!“ Leider scheitert sein Versuch, mittels einer Hypnose-Kassette Deutsch zu lernen. Zwar beherrscht man anschließend jede gewünschte Sprache fließend, sie wird allerdings von der Umwelt oft nicht erkannt. Glücklicherweise gibt es aber auch andere Wege, einander zu verstehen. Zum Beispiel durch die Lektüre der so komischen wie völkerverbindenden Geschichten von Wladimir Kaminer!

Wladimir Kaminer | Manhattan | August 2009 kaufen!


Es gab keinen Sex im Sozialismus

Mit ironischem Augenzwinkern erzählt Wladimir Kaminer Geschichten aus seiner untergegangenen Heimat, der Sowjetunion: Vom Kauf eines Neuwagens über die lebensgefährlichen Feierlichkeiten am Tag der Kosmonauten bis zur täglichen Schnäppchenjagd. Besonders günstig waren in der UdSSR übrigens nicht nur Brillen und Nasentropfen, sondern auch Steppenschildkröten aus Kasachstan.

Wladimir Kaminer | Manhattan | Februar 2009 kaufen!


Salve Papa

Meine Tochter hat in diesem Jahr die Schule gewechselt. Anstatt ihre Lebenszeit ein fünftes Jahr in der Grundschule zu vergeuden, ging sie aufs Gymnasium. Nicht auf irgendein Larifari-Gymnasium, sondern auf ein Gymnasium mit Latein als Schwerpunkt. Wir hofften schwer auf diesen Schwerpunkt.

Wladimir Kaminer | Manhattan | August 2008 kaufen!



Mein Leben im Schrebergarten

Es mag banal klingen, ist aber wahr: unser wertvollste Gut sind die Erinnerungen, ohne sie sind wir bloß Gemüse, unfähig zum Denken und Handeln. Der größte Traum jedes vernünftigen Menschen ist doch, zwei Mal in denselben Fluss zu steigen, auf die gleiche Harke zu treten, in der gleichen Pfütze zu landen.

Wladimir Kaminer | Manhattan | Oktober 2007 kaufen!


Ich bin kein Berliner.

Ein Reiseführer für faule Touristen

Schon an meinem ersten Tag in Berlin, musste ich im Berliner Polizeipräsidium am Alexanderplatz mit ein paar anderen Russen zusammen Fragebögen ausfüllen, um humanitäres Asyl gewährt zu bekommen. Die Frage "Aus welchem Grund haben sie Deutschland gewählt und was haben sie in Deutschland vor?" stand ganz oben auf der Liste.

Wladimir Kaminer | Goldmann | April 2007 kaufen!


Weihnachten auf Russisch

Die Christianisierung Russlands im X Jahrhundert breitete sich langsam aus, besser gesagt: schleppte sich hin. Die Russen wollten ihre vielen Aberglauben nicht gegen einen einzigen Gott eintauschen, und nicht alle christlichen Sitten fanden in russischen Herzen Anklang. Auch das Weihnachtfest kam erst einmal nicht an, obwohl er zeitlich mit dem Sonnenwendefest übereinstimmte.

Olga Kaminer | Ullstein | September 2007 kaufen!


Küche totalitär.

Das Kochbuch des Sozialismus von Wladimir und Olga Kaminer

Es gibt in Deutschland wenig Lokale, die russische Küche anbieten. Sie locken die Kundschaft mit solchen ausgefallenen Gerichten wie "Hering mit Apfel" und "Russischspätzle" an und viele Touristen fallen darauf rein. Aber mir können sie nichts vormachen. Ich kenne die russische Küche sehr gut, ich bin damit groß geworden und habe sie zwanzig Jahre lang ausgelöffelt - im Kindergarten, in der Schulkantine und Zuhause.

Olga & Wladimir Kaminer | Goldmann | 2006 kaufen!


Alle meine Katzen

Am Anfang, als Kind, wollte sie nur eine Katze wie die aus dem Kinderbuch. Keinen Fuchs und auch keine Papageien, die der Vater ihr mitbrachte, sondern eine Katze unter einem Hut. Und so sind es denn auch Katzen und deren Geschichten, durch die wir das bunte, leichte, ernste und schöne Leben der Olga Kaminer kennen lernen. Liebevoll und heiter schildert sie ihre Reise durch Zeiten, Städte und Länder, wo sie immer wieder auf die verschiedensten Charaktere, Mensch wie Katze, stößt.

Olga Kaminer | Ullstein | September 2005 kaufen!


Karaoke

Eine Revolutionslegende besagt, daß Lenin, die Literatur und die bildende Kunst nicht leiden konnte, dafür aber ein großer Musikliebhaber war. Kurz bevor er starb, hatte Lenin geheime Anweisungen für die Genossen hinterlassen, die die sowjetische Kulturpolitik in der nächsten Zeit bestimmen sollten: "Angesichts des völligen Analphabetismus der Bevölkerung bleiben unsere wichtigsten Künste die Musik und der Zirkus," stand dort schwarz auf weiß.

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2005 kaufen!


Ich mache mir Sorgen, Mama

Seit einiger Zeit bekommt mein zweijähriger Sohn Briefe, die an ihn persönlich adressiert sind. Nicht irgendwelche Liebesbriefe von seinen Kitakumpeln, sondern offizielle Anschreiben von der Ausländerbehörde. "Sehr geehrter Herr Sebastian", steht da, "seit beinahe zwei Jahren befinden sie sich illegal in Deutschland...

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | Juni 2004 kaufen!


Mein deutsches Dschungelbuch

Die ersten zehn Jahre in der Bundesrepublik verbrachte ich in Berlin. Und jedesmal, wenn wir mit Freunden in der Kneipe saßen und über Deutschland redeten, wollte mir keiner zuhören: "Du kennst dieses Land doch überhaupt nicht, Berlin ist nicht Deutschland, und der Prenzlauer Berg erst recht nicht. Du hast keine Ahnung, was hier wirklich los ist."

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2003 (August) kaufen!



Helden des Alltags

Es sind die ganz normalen Helden des Alltags, denen Wladimir Kaminer in seinen unwiderstehlich charmanten Erzählungen ein Denkmal setzt: dem Gitarre spielenden Alleinunterhalter in der Fußgangerzone oder den Vorkostern russischer Spezialitäten aus der Rezeptsammlung "Sowjetische Kochkunst" aus dem Jahre 1947; um nur zwei Beispiele zu nennen. Ihre Geschichten werden begleitet von zahlreichen Schwarzweißfotografien aus Privatarchiven - Momentaufnahmen mitten aus dem Leben, die die Erzählungen auf wunderbare Weise illustrieren.

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2002 kaufen!


Reise nach Trulala

Diese Stadt spielte in den Köpfen der Russen schon immer eine besondere Rolle - als fast unerreichbares Paradies. Aus meiner Familie war nur Onkel Boris, der Flieger, einmal in Paris gewesen: als Tourist. Obwohl er bis zu seinem Tod 1981 niemals die Grenzen der Sowjetunion überschritt.

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2002 kaufen!


Militärmusik

Meine Mutter sagte, ich war ein sehr ruhiges Kind - lächelte gern Fremden zu, schrie so gut wie gar nicht und pinkelte in die Windeln nur auf ihren Befehl.

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2001 kaufen!


Schönhauser Allee

Am U-Bahnhof Schönhauser Allee versammeln sich ständig verdächtige Personen. Sie sehen so aus, als ob sie gerade eine Straftat planen würden oder bereits eine begonnen hätten und nun auf der Flucht seien.

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2001 kaufen!


Frische Goldjungs

Anthologie der neudeutschen Literatur, herausgegeben von Wladimir Kaminer. Schon seit geraumer Zeit kursiert ein Gerücht in der Hauptstadt: Die junge deutsche Literatur soll irgendwo in den Straßen von Berlin aufgetaucht sein.

Wladimir Kaminer | Manhattan-Goldmann | 2001 kaufen!


Russendisko

Im Sommer 1990 breitete sich in Moskau ein Gerucht aus: Honecker nimmt Juden aus der Sowjetunion auf, als eine Art Wiedergutmachung dafur, dass die DDR sich nie an den deutschen Zahlungen fur Israel beteiligte.

Wladimir Kaminer | Goldmann | 2000 kaufen!